Dominante Arten – Roman

Der Roman DOMINANTE ARTEN packt ein ziemlich heißes Eisen an:

Den vielleicht unlösbaren Konflikt zwischen Natur- bzw. Klimaschutz einerseits und Wirtschaftswachstum andererseits. Die Wirtschaftssysteme, in denen wir leben und denen die Industrienationen ihren Wohlstand verdanken, können nur funktionieren, wenn sie wachsen. Andernfalls fallen sie automatisch in eine Rezession – mit allen negativen Folgen: Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Firmenzusammenbrüche bis hin zu Volksaufständen.

Andererseits zeigt uns die Klimaentwicklung, wohin die Reise geht, wenn wir nicht gegensteuern. Die Ressourcen der Erde sind endlich, folglich werden Einschränkungen unausweichlich sein. Nur: welche demokratisch gewählte Regierung wird es wagen, unumgängliche Einschränkungen in Gesetze zu gießen, ohne sofort abgewählt zu werden? Politiker neigen dazu, ihren Wählern dann doch lieber das Märchen von der Wohlstandswahrung zu erzählen, die man mit dem Klima- und Artenschutz unter einen Hut bringen könnte.
Doch die Realität sieht anders aus. Allein in Deutschland verschwinden jedes Jahr 200 Quadratkilometer Natur unter Beton und Asphalt. Das entspricht einem 1000 Meter breiten Streifen quer durch Deutschland, von Frankfurt nach Saarbrücken. Jahr für Jahr. Und niemand scheint in der Lage zu sein, daran etwas zu ändern. In weniger entwickelten Teilen der Welt mit entsprechend höherem Nachholbedarf, ist die Lage noch wesentlich dramatischer.

Weltweit waren 2019 ca. 1,3 Milliarden Autos unterwegs. 80 Millionen kommen jedes Jahr dazu. Außerdem zusätzlich 22 Millionen LKW über 6 Tonnen. Und das Ende der Fahnenstange ist noch längst nicht erreicht. Allein in China haben 900 Millionen Menschen noch kein eigenes Auto, wünschen sich aber nichts sehnlicher. Genau wie alle Menschen auf absehbare Zeit Waschmaschinen, Klimaanlagen, Spülmaschinen haben wollen und täglich Fleisch auf dem Teller. Überall auf der Welt, ob in Afrika, Asien und Südamerika, versuchen die Menschen den Lebensstandard der Industrienationen zu erreichen – völlig zu Recht.

Nur: Wie sinnlos sind unter diesen Umständen Maßnahmen für den Arten- und Klimaschutz? Ist da überhaupt noch was zu retten? Wenn es allein schon im angeblich so klimabewussten Deutschland nicht einmal möglich ist, die von den Naturschutzverbänden geforderten 5% des Pfälzer Waldes aus der Nutzung zu nehmen? Oder ein Tempolimit auf Autobahnen einzuführen? Oder wie jetzt in der Corona-Pandemie die Leute vom Feiern abzuhalten?

Die Beschäftigung mit solchen Fragen ist in der Tat so schwierig und mühselig, dass man sich ihnen lieber erst gar nicht stellt. Der Roman DOMINANTE ARTEN ist der Versuch, sich diesem Thema auf spannende und unterhaltsame Art zu nähern. Vor allem aber wird in dem Buch nicht nur geklagt und gefordert, sondern eine echte Lösung angeboten. Eine Lösung, die ebenso einfach und nachhaltig wäre, aber einen Haken hat: Sie läuft der menschlichen Natur zuwider. Und weil das Welt-Klima nicht in Deutschland und Europa, sondern nur weltweit und global gerettet werden kann, müssten dazu alle Nationen an einem Strang ziehen. Schwer vorstellbar, angesichts der geistigen Verfassung der aktuellen Global Player.
In DOMINANTE ARTEN wurde die Durchsetzung dieser Lösung daher der Einfachheit halber einer Höheren Instanz übertragen. Romanautoren dürfen das, auch wenn es nicht der Realität entspricht. Aber Corona zeigt uns, dass alles, was gestern noch undenkbar war, morgen schon Wirklichkeit sein kann.

Dominante Arten Roman von Reiner Trinkel
Buchcover

Die Handlung

DOMINANTE ARTEN handelt von einer Fiktion: Die Oxygods, eine fremde Lebensform, besuchen unbemerkt von den Menschen seit Jahrtausenden die Erde. Es sind unsterbliche, nicht an Raum und Zeit gebundene Wesen, und sie sind verliebt in die einzigartige Natur dieses Planeten. Insbesondere der enorme Sauerstoffgehalt der Erdatmosphäre fasziniert sie, da Sauerstoff ihr Lebenselixier ist. Doch bald entdecken sie, dass dieser Schatz gefährdet ist. Ausgerechnet die Menschen, die am höchsten entwickelte Art auf dem Planeten, scheinen auf dem besten Weg zu sein, die sauerstoffproduzierende Artenvielfalt und somit ihre eigene Lebensgrundlage zu vernichten. Für die fremde Lebensform ergeben sich daraus zwei Fragen:

1. Warum tun sie das?

2. Wie kommen sie aus der Nummer wieder raus?

Auch der junge Meteorologe, Klimaschützer und beliebte TV-Moderator Theo Würtz leidet an diesen Fragen. In einer schweren Lebenskrise findet er die Lösung: Die Formel 35/60. Sie scheint das Potential zu haben, den ewigen Konflikt zwischen Wachstum und Naturzerstörung zu beenden. Aber Theo muss erkennen, dass ihm die Mittel zur Durchsetzung seiner Idee fehlen. Resigniert versucht er sich das Leben zu nehmen. Doch im Moment seines Todes hört er eine mysteriöse Stimme. Sie gehört einem Oxygod namens der ZWEITE und signalisiert Interesse an Theos Idee. Der ZWEITE macht ihm ein Angebot: Theo darf die Formel 35/60 verwirklichen – mit Hilfe einer Höheren Macht. Das Problem: Theo ist eigentlich schon tot. Und der ZWEITE, wie alle Höheren Mächte, komplett unsichtbar. Weil ein Halbtoter und ein Unsichtbarer schwerlich die Welt retten können, beauftragen sie Theos ehemaligen Anwalt, den Juristen Dr. Karl Petersen mit dieser Aufgabe. Der Plan hat allerdings Tücken. Petersen ist ein unberechenbarer Choleriker; ein Wichtigtuer und Menschenfeind. Und erst als man ihm unbegrenzte Macht verspricht, geht er ans Werk.

Fesselnd und unterhaltsam beschreibt der Roman die Entwicklung des Menschen zur „Dominanten Art“, die dramatischen Folgen für das Ökosystem Erde und Petersens spektakulären Einsatz für die Formel 35/60. Die Skepsis der Weltbevölkerung an dem Projekt ist zunächst groß. Doch nach einer verheerenden Wetterkatastrophe erscheint es plötzlich als realistische Perspektive. Petersen hat Erfolg, die Zahl seiner Anhänger wächst unaufhörlich. Aber wichtige Akteure aus Wirtschaft und Politik fürchten um ihren Einfluss und versuchen, 35/60 mit allen Mitteln zu verhindern. Als sich bei dem Anwalt erste Zeichen von Größenwahn zeigen, wittern sie die Chance, den Spuk zu beenden. Ein perfider Kampf beginnt.

Zum Autor

Reiner Trinkel, Jahrgang 1958, wohnhaft in Obrigheim in der Pfalz, gehört zu den Menschen, die das menschliche Treiben auf unserem schönen Planeten mit einer gewissen Sorge sehen. Der Versuch, diese Sorge literarisch zu verarbeiten, hat etwas Zeit in Anspruch genommen. 26 Jahre, um genau zu sein. So ist das nun mal, wenn man kein Schriftsteller ist und eigentlich was viel Besseres zu tun hätte, als dicke Bücher zu schreiben.